Am letzten Samstag begleiteten nicht nur zahlreiche Pforzheimer Anhänger ihre Mannschaft nach Reutlingen, sondern auch der frühere Meistertrainer Lorenz-Günther Köstner schenkte dem SSV seine Aufmerksamkeit und war extra von zu Hause, aus seinem Wohnsitz oberhalb von Winnenden, herübergekommen.

Der beliebte und authentisch gebliebene Franke erbrachte mit seinem Besuch nicht nur dem jungen SSV-Team seine Aufwartung, sondern bewies im Gespräch, wie gerne er damals in Reutlingen gearbeitet hat, und wie frisch ihm die einzelnen Details aus der erfolgreichen Zeit beim SSV vor mehr als 35 Jahren noch im Gedächtnis gegenwärtig sind.

Auf seine damalige Mannschaft und die einzelnen Spieler angesprochen, die in den späteren 1980er Jahren allesamt aus der näheren Umgebung an die Kreuzeiche gestoßen waren, geriet der erfahrene Fußballlehrer, der in einem Vierteljahr seinen 70.Geburtstag feiern kann, regelrecht ins Schwärmen.

Köstner für Emmerich beim SSV

Hatte er damals mitten in der Saison von seinem bequemen Vorgänger, dem legendären Lothar Emmerich, der Fußballwelt als “Emma” ein Begriff, eine wenig austrainierte Truppe übernommen, gelang es dem väterlichen Freund, den Köstner für seine aus niederklassigen Vereinen kommenden Nachwuchstalente verkörperte, der Truppe in Kürze Leben und Spielfreude einzuimpfen.

Der geradezu vorbildliche und einmalige Mannschaftsgeist, den Köstner als etwas ganz besonderes schilderte, ließen die Reutlinger in kurzer Zeit die Oberliga- Meisterschaft und wiederholt die Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga erreichen, wo man bekanntlich nach teilweise famosen Auftritten stets knapp das Ziel verfehlte.

Alle Fans ins Stadion!

Die Nachricht des überraschenden Besuches, die damit bekundete Sympathie für den SSV und das Interesse für sein heutiges Fußballschicksal, durch den deutschlandweit bekannten früheren Erfolgstrainer Köstner, der aus Hof stammt, könnte doch für so manchen ehemaligen Stadionbesucher und Fußballfreund in der Region Reutlingen Vorbild und Anlass sein, selbst mal wieder seine Schritte ins Kreuzeiche-Stadion zu lenken,und den SSV zumindest durch persönliche Anwesenheit zu unterstützen, wobei leistungsfördernde Anfeuerung keinesfalls unterdrückt werden muss.

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich heute Abend um 19 Uhr, wo die vom Verletzungspech arg gebeutelten SSV-Jungs praktisch mit dem letzten Aufgebot im Heimspiel gegen Dorfmerkingen dafür kämpfen werden, mit dem dringend notwendigen zweiten Heimsieg in Folge zunächst mal den Anschluss ans untere Mittelfeld der Tabelle herzustellen. Tickets gibt es unter https://vivenu.com/event/ssv-reutlingen-1spfr-dorfmerkingen-5n2p.

Die vorbildlich kämpfende Heimmannschaft wird bestimmt mit der gebotenen Leidenschaft versuchen, den Anhängern den Stadionbesuch durch engagiertes Spiel mit einem Heimerfolg zu danken und Freude zu bereiten. (wh)

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