Der SSV Reutlingen 05 schlägt den FSV Hollenbach zuhause vor 1.170 Zuschauern mit 5:2 (3:2). Zweimal Sökler, Maurer, Toth und Schmalz treffen für die Hausherren. Reutlingen jetzt mit acht Punkten Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz.
Bei bestem Fußballwetter macht der SSV in den ersten zehn Minuten drei Tore. Weil die Gäste aber immer wieder verkürzen können, bleibt die Partie bis zur Schlussviertelstunde offen. Mit zwei Traumtoren entscheidet unsere Mannschaft das Spiel dann für sich. Ein verdienter Reutlinger Heimerfolg, wenn auch im Ergebnis etwas zu hoch. So wurde es am Ende ein Schützenfest mit sieben Treffern an der Kreuzeiche.
Jeder Schuss ein Tor
Bereits nach dem ersten echten Angriff markierte Marcel Sökler mit einem wuchtigen Schuss aus 14 Metern das 1:0 für die Hausherren. Nur eine Minute später war Noah Maurer nach einer Balleroberung frei durch und ließ Gästekeeper Purtscher keine Chance – 2:0. Der FSV Hollenbach zeigte sich nicht geschockt und antwortete postwendend mit dem Anschlusstreffer. Specht erzielte das 2:1 per Kopf mit dem ersten Torabschluss der Gäste. Nach neun Minuten zeigte Schiedsrichter Schätzle auf den Punkt, als Maurer im Strafraum regelwidrig gestoppt wurde. Sökler verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:1 nach gerade einmal zehn Spielminuten.
Hollenbach zeigt Moral
Die Gäste zeigten sich vom neuerlichen 2-Tore-Rückstand wenig beeindruckt. Marcel Binanzer musste nach 16 Minuten gegen Dörr parieren, Schiek köpfte wenig später knapp drüber. Der SSV war in dieser Phase zu passiv, der FSV konnte sich über außen einige Flanken und Eckbälle erarbeiten, doch richtig gefährlich wurde es nur selten. Bis zur 36. Minute, als Limbach aus kurzer Distanz den 3:2-Anschlusstreffer erzielen konnte.
Jetzt taten die Kreuzeichekicker ihrerseits wieder mehr fürs Spiel und kamen prompt zu Chancen. Nach 41 Minuten hielt Purtscher einen Sökler-Kopfball, der Nachschuss durch Lino Kuhn wurde zur Ecke geblockt. Kurz vor der Pause war wieder Sökler mit dem Kopf zur Stelle, diesmal zielte er etwas zu hoch. Mit einer knappen Führung ging es dann in die Kabinen.
Partie bleibt offen
Der SSV kam mit Schwung aus der Kabine, Ben Schaal köpfte nach 49 Minuten am linken Pfosten vorbei. Kurz darauf flankte Moritz Kuhn auf Jonathan Hageloch, dessen Kopfball war aber zu hoch. Reutlingen erspielte sich in dieser Phase zahlreiche Ecken, konnte zunächst aber kaum Kapital daraus schlagen. Auf der anderen Seite blieben die Hollenbacher brandgefährlich: Schiek traf nach 52 Minuten nur den Pfosten.
Die Partie verflachte nun zunehmend. Die Gäste hatten eine Möglichkeit durch Knapp, dessen Schussflanke knapp am langen Pfosten vorbeisegelte (63.). Schaals Versuch aus 18 Metern klärte der FSV eine Minute später zur Ecke, ansonsten gab es in dieser Phase keine Torraumszenen auf beiden Seiten.
Traumtore sichern Heimsieg
Nach 75 Minuten kam Jonas Vogler nach einer Ecke am zweiten Pfosten an den Ball und bediente Yannick Toth im Zentrum. Mit einem sensationellen Scorpion Kick verwandelte unsere Nummer 5 zum 4:2. Kurz nach dem Anspiel kam Maxim Schmalz an der Mittelinie an den Ball. Er bemerkte den weit aufgerückten Gästekeeper und setzte aus über 50 Metern einen Heber an. Das nächste Traumtor zum 5:2 sicherte unserer Mannschaft den Sieg – danach passierte nicht mehr viel und die Partie trudelte dem Ende entgegen.
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Tor zum Klassenerhalt weit offen
Unser SSV hat nun ein Polster von acht Punkten auf die Abstiegszone. Bei noch drei ausstehenden Spielen bietet sich daher bereits im nächsten Spiel beim KSC II die Gelegenheit, vorzeitig alles klar zu machen. Die Nullfünfer bleiben nach diesem Spieltag Neunter in der Tabelle.
Für den FSV Hollenbach bedeutet der Reutlinger Sieg einen Rückschlag im Abstiegskampf. Doch der Tabellenfünfzehnte hat das rettende Ufer dicht vor den Augen und noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt.
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