Nach torloser erster Hälfte gerät der SSV kurz nach dem Wechsel 0:1 in Rückstand. Mit toller Moral und dank der Tore durch Toth, Schmalz und Sökler kann das Team jedoch das Spiel drehen und sich für den Einsatz der letzten Wochen mit einem 3:1 Sieg belohnen.

Wie in den bisherigen Spielen in diesem Kalenderjahr agierte Reutlingen aus einer starken defensiven Stellung und ließ wenig Chancen für Mannheim zu. Im Gegensatz zu den vielen Unentschieden der vergangenen Wochen gelang es aber am Samstag im Rhein-Neckar-Stadion das Übergewicht an Ballbesitz und Feldvorteilen auch in Tore umzusetzen. Durch den Sieg klettert der SSV auf Rang 9 der Tabelle und steht vier Spiele vor Ende der Runde 6 Punkte über dem Strich.

Starker Beginn über die rechte Seite

Zu Beginn der Partie zeigte ein gut aufgelegter Marian Riedinger auf der rechten Außenbahn, weshalb man ihn im Frühjahr an die Kreuzeiche geholt hat. Ein ums andere Mal setzte er sich außen durch und kam dabei in der 6. Minute im Strafraum zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp. Kurz darauf ein ähnliches Bild: Riedinger geht vorbei und kommt zum Abschluss, VfR Schlussmann Nreca-Bisinger versucht den Ball zu untergraben, lässt ihn jedoch durch die Beine kullern. Sökler drückt den Ball über die Linie, stand jedoch wohl vorher im Abseits (8.). In der 23. Minute stand Jonas Vogler dann nach feinem Doppelpass mit Sökler ebenfalls knapp im Abseits. Zu weiteren Torchancen kam der SSV in der ersten Hälfte wiederum durch Schaal in der 29., sowie Marcel Sökler in der 37. Minute. Beide konnten jedoch den Mannheimer Torspieler nicht überwinden. Von den Gastgebern kam bis dahin nicht viel, die beste Chance im ersten Durchgang lieferte hier ein Standard: Eine Ecke in der 45. Minute führte zur Kopfballgelegenheit von Mannheims Mißbach, Jonathan Hagelloch konnte jedoch für seine Mannschaft klären. So gehörten die ersten 45 Minuten des Spiels dem SSV, der jedoch aus seinen Vorteilen kein Kapital schlagen konnte.

SSV kommt nicht gut aus der Pause

Umso ärgerlicher für die Gäste war dann die Phase direkt nach dem Seitenwechsel. Reutlingen ließ Mannheim besser ins Spiel und zu einfach zum Führungstreffer kommen: Pasqual Pander flankt von der Grundlinie auf einen allein gelassenen Umut Sentürk, der dankend annimmt und das 1:0 erzielt (52.).

In der Mitte der zweiten Hälfte neutralisierten sich beide Mannschaften, die jeweils viel investierten, dann über weite Strecken. Die Gastgeber, waren jedoch nur bis zum Strafraum aktiv und die Reutlinger Entlastungsangriffe wirkten zunächst nicht konsequent genug. 

Ausgleich lässt Reutlingen aufdrehen

In der 72. Minute schickt Maurer Terry Asare auf der rechten Seite, dessen Flanke über Umwegen bei Sökler landet, der aber zunächst am Heimkeeper scheiterte. Der Abpraller landete jedoch genau vor den Füßen von Yannick Toth, der zum viel umjubelten Ausgleich traf. Das Tor kam wie ein Weckruf und gab den Reutlingern frische Energie für die Schlussphase des Spiels. Kurz darauf landete der Ball erneut im Mannheimer Kasten: Schmalz bekommt von Sökler den Ball, zieht von links im Strafraum nach innen und schlenzt den Ball flach ins lange Eck zum 1:2 (77.). Den Schlusspunkt setzte dann Marcel Sökler in der 89. Minute, nachdem sich wiederum Schmalz an der Grundlinie in den Strafraum tankt. Seinen Pass verwertet Sökler zum 1:3 Endstand.

Verdienter Sieg 

Nachdem der SSV die schwache Phase um den Rückstand überstanden hatte, erkämpften sich die Spieler von Trainer Thomas Herbst einen verdienten Sieg beim Tabellenzweiten aus der Quadratestadt. Die Mannschaft hat es geschafft, sich für den hohen Aufwand, den sie Woche für Woche bringt, selbst mit gut herausgespielten Treffern zu belohnen. Das Spiel passt sich in eine Entwicklung ein, in der das Team hinten konzentriert wenig zulässt und vorne geduldig auf die Chancen warten, die dann nur konsequent genutzt werden müssen. Wenn das gelingt, kann der SSV jeden Gegner in der Oberliga in Verlegenheit bringen.

Heimspiel am Gründungstag

Am Tag der Vereinsgründung, dem 09. Mai, kommt nun mit Hollenbach eine Mannschaft an die Kreuzeiche, die schwer einzuschätzen ist. Nach Achtungserfolgen und 4 Punkten aus den Heimspielen gegen Mannheim und Essingen, folgten für die Hohenloher eine Auswärtsniederlage in Karlsruhe und ein Unentschieden zu Hause gegen Singen. Mit der Leistung der letzten Wochen geht der SSV sicherlich als Favorit ins nächste Heimspiel, darf den Gegner aber keinesfalls unterschätzen. Ein Sieg würde jedoch einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib bedeuten. 

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