Unser Auswärtsspiel beim FC Holzhausen endet 1:2 (1:1). Der sechste Sieg im siebten Spiel bedeutet die Punktgleichheit mit Tabellenführer Oberachern.
Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit, kommt der SSV mit mehr Willenskraft aus der Pause. In einer Partie mit insgesamt wenig Torchancen verlässt der SSV dank der Treffer von Sökler (0:1, 31.) und Maurer (1:2, 71.) den Platz als Sieger.
Neue Startformation für den SSV
SSV Trainer Thomas Herbst veränderte seine Startelf nominell auf drei Positionen. Neu von Anfang an dabei waren Wagner, Pepic und Sauerborn. Jedoch zeichneten sich auch Veränderungen in der Aufgabenverteilung auf dem Feld, gegenüber der letzten Partien, ab. So bildeten Wagner, Vogler und Zimmermann eine Dreierkette in der Abwehr, Pepic trat im defensiven Mittelfeld auf, Yannick Toth war auf der Außenbahn anzutreffen. Vorne spielte Marcel Sökler hinter den Spitzen Sauerborn und Markopoulos. Da sich dieser jedoch bereits nach 13 Minuten angeschlagen auswechseln lassen musste, rückte Sökler in der Folge nach vorne ins Zentrum und der eingewechselte Yeboah übernahm die Position im Mittelfeld.
Halbe Stunde gespielt – Tore auf beiden Seiten
Der SSV kam in der Anfangsphase zu wenigen Torchancen. Die beste Gelegenheit hatten hier die Hausherren in der 20. Minute durch Vladan Djermanovic, der freistehend vor Binanzer verzog. Im Gegensatz zu den letzten Spielen versuchten es die Nullfünfer häufiger aus der Distanz. So kamen Sauerborn (20.) und Gudzevic (27.) zu Torgelegenheiten und der SSV näher ans Gehäuse der Holzhausener ran. Nach 31 gespielten Minuten waren die Bemühungen dann erfolgreich: Toth wird im Strafraum angespielt und kommt elfmeterwürdig zu Fall, da der Ball jedoch vor den Füßen von Torjäger Sökler landete, der sich die Gelegenheit nicht nehmen ließ und Julian Hauser aussteigen ließ, musste sich niemand im Reutlinger Lager Gedanken machen, ob der Schiedsrichter abgepfiffen hätte. Direkt nach Wiederanpfiff fiel jedoch bereits der Ausgleich. Ein Freistoß brachte Binanzer, der nur kurz abwehren konnte, in Bedrängnis. Djermanovic stand bereit und erzielte das 1:1 (33.). So ging es mit dem insgesamt leistungsgerechten Unentschieden in die Kabinen.
Herbst fordert mehr Emotion
Mit der Einstellung seiner Mannschaft in der ersten Hälfte war Thomas Herbst nicht zufrieden und forderte mehr Bereitschaft auf dem Platz. Auch taktisch stellte der Reutlinger Kommandogeber in der Halbzeit um. Für Nedim Pepic kam Luca Plattenardt ins Spiel, Yannick Toth übernahm die Rolle im zentralen Mittelfeld. Los ging es nach der Pause jedoch mit einem Ausrufezeichen des FC Holzhausen. Steinhilber traf in der 47. Minute lediglich den Pfosten. Im Anschluss fand der SSV jedoch besser in die Zweikämpfe und ließ mit zunehmender Spieldauer weniger zu. Lediglich nach vorne waren die Reutlinger Ansätze nicht durchschlagend genug. Torchancen von Asare und Yeboah wurden jeweils nicht konsequent zu Ende gespielt (50., 52.). Impulse kamen zu dieser Zeit auch von einem in dieser Partie offensiver eingestellten Zimmermann, der immer wieder Angriffe einleitete. Die Hausherren kamen in dieser Phase nur einmal gefährlich vors Tor. Niklas Schäuffele taucht unbedrängt vor Binanzer auf, der den Ball mit einem herausragenden Reflex halten kann (66.).
Maurer kommt und trifft
Zur 70. Minute wechselte der SSV doppelt aus. Für den angeschlagenen Toth kam Melissopoulos ins Spiel und im Sturm kam Maurer für Sauerborn. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung bedankte sich Maurer mit dem Treffer zum 1:2. Plattenhardt’s Flanke wird von einem Holzhausener Rücken abgefälscht und Maurers Kopfball-Bogenlampe segelt über Heimtorhüter Hauser ins lange Eck (71.). Der SSV zog sich nun etwas zurück und konzentrierte sich auf überlegte Entlastungsangriffe. Ein Lattentreffer von Yeboah hätte in der 82. Minute die Entscheidung bringen können. So mussten die Gäste aus der Achalmstadt noch 10 Minuten überstehen, konnten die Führung aber gut zu Ende verteidigen. Im Gesamtkontext ist der Sieg nicht unverdient und entschädigt für die Heimniederlage unter der Woche gegen Oberachern. Der SSV freut sich nach zwei anstrengenden englischen Wochen wieder auf einen normalen Rhythmus. Weiter geht es am 19.09. zu Hause gegen den Bahlinger SC.