Deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte bringt den zweiten Heimsieg

Vor 802 Zuschauern fuhr der SSV am gestrigen Samstag gegen das Tabbelschlusslicht aus Weinheim einen deutlichen 6:2 (2:2) Heimsieg ein. Wobei die Gäste aus Nordbaden vor allem in der ersten Halbzeit auf keinen Fall das schlechtere Team waren.

Der SSV kam ordentlich in die Partie und konnte bereits in der ersten Minute den ersten Eckball für sich verbuchen. Die erste dicke Möglichkeit hatten jedoch nach sieben Minuten die Gäste, als Jurkovic zur Ecke klären musste. Der SSV wurde in der Anfangsphase meist über Standards gefährlich. So auch in der 17. Minute als Marvin Pieringer nach der dritten Ecke der Hausherren den Ball zum 1:0 über die Linie drückte. Im Anschluss gute Chancen auf beiden Seiten, wobei die Mannschaft von Andreas Rill in der ein oder anderen Szene einfach zu langsam schaltete. So auch Pierre Eiberger, der einen Fehlpass in der Weinberger Abwehr aufnahm, aber anstatt direkt den Abschluss zu suchen auf einen Mitspieler wartete (20.). Eine Minute später hatte der SSV Glück, dass Yigzaw Tesfagaber den Ball knapp neben das Tor schoss, als er allein vor Jurkovic auftauchte. In der 27. Minute scheiterte Schneider am guten Weinheimer Schlussmann. Zwei Minuten später wieder ein langer Ball – es war nicht der einzige an diesem Nachmittag – auf Tesfagaber. Jurkovic kommt weit aus seinem Tor und schießt den Angreifer an. Dieser nimmt den Ball auf und muss nur noch ins leere Tor zum Ausgleich einschieben.

Die nächsten Minuten passierte wenig, bevor Denis Lübke sich zweimal nicht unbedingt positiv hervor hob. Zuerst kassierte er nach einem Foul die einzige gelbe Karte in diesem Spiel (37.) und im Anschluss geriet ein Rückpass auf Jurkovic viel zu kurz, so dass Gaertner diesen aufnahm und zur Gästeführung vollstreckte (39.). Andy Rill sprach auf der Pressekonferenz bei den beiden Weinheimer Treffern wohl zurecht von „Geschenken“. Der SSV konnte jedoch noch vor dem Seitenwechsel durch Avdic ausgleichen (45.). So ging es mit einem bis dahin gerechten Unentschieden in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hausherren eine deutlich bessere Leistung als noch im ersten Durchgang. In der 49. Minute verzog Schneider knapp, ehe eine Minute später Maximilian Rohr per Kopf nach der bereits neunten Ecke die 3:2 Führung erzielte. Vier Minuten später traf Schneider, bei seiner dritten Großchance im Spiel nur den Pfosten. In der 62. Minute durfte er sich dann doch in die Torschützenliste eintragen, als er eine schöne Kombination über vie Stationen zum 4:2 verwandelte.

Die Gäste aus Weinheim kamen erst in der 72. Minute wieder gefährlich vor das Reutlinger Tor, als Rohr für den bereits geschlagenen Jurkovic auf der Linie klären musste. Das war aber auch alles vom Tabellenschlusslicht in der zweiten Hälfte. Der SSV hingegen spielte weiter munter nach vorn und erzielte durch Plattenhardt das 5:2 (76.). Wolfgang Gattiker sprach hier von einem Traumtor, Weinheims Trainer von einem Sonntagsschuss. Tatsächlich senkte sich eine Flanke über den Keeper hinweg über den Umweg des Innenpfostens ins Tor. In den letzten zehn Minuten verzog Kuengienda zuerst knapp (84.), ehe er mit dem 6:2 den Endstand herstellte (88.). Die letzte Aktion im Spiel hatte dann Marcel Avdic, dessen Schuss in der Schlussminute zur insgesamt zwölften Ecke geklärt werden konnte. Danach war Schluss und der SSV fuhr nach dem Erfolg gegen Nöttigen den zweiten Heimsieg der Saison ein. Jetzt geht es bis zur Winterpause noch zweimal auf fremden Plätzen um Punkte. Am kommenden Samstag fährt der SSV zum Bahlinger SC an den Kaiserstuhl, ehe am 02.12.2017 das letzte Spiel vor der Winterpause in Ravensburg angepfiffen wird.

Auf der Pressekonferenz sprach Weinheims Trainer, Christian Schmitt, von einem verdienten Sieg, der zu hoch ausgefallen ist. Seine sehr junge Mannschaft habe sich gut präsentiert. Die Standards häben letztlich am heutigen Tag den Unterschied gemacht. Andreas Rill war lediglich mit der Leistung in der zweiten Halbzeit zufrieden. Die erste Hälfe hätte man sich anders vorgestellt. Am Ende war es ein wichtiger Heimsieg und man sei zufrieden. Vor allem die Jugend habe am gute Akzente setzen können.

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Statistiken zum Spiel

Aufstellungen +++ SSV: Jurkovic, Eiberger, Lübke (46. Plattenhardt), Schneider, Pieringer (80. Colic), Di Biccari (46. Kuengienda), Avdic, Maier (70. Schramm), Vogler, Milisic, Rohr
+++ TSG: Cetin, Königsmann, Bunjaku, Köse, Yahaya, Tesfagaber (70. Friedrich), Schneider, Gaertner (68. Njie), Engel, Glässer (58. Goudar), Roumeliotis.

Tore: 1:0 Pieringer (17.), 1:1 Tesfagaber (29.), 1:2 Gaertner (39.), 2:2 Avdic (45.), 3:2 Rohr (50.), 4:2 Schneider (62.), 5:2 Plattenhardt (76.), 6:2 Kuengienda (88.).

Gelbe Karten: SSV (1) / TSG (-)

Ecken: SSV (12) / TSG (2)

Zuschauer: 802

Schiedsrichter: D. Bauer

Von: Marc Bietz

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